Historie

Geschichte des Klosters Till-Moyland

Das Kloster wurde 1850 von Elisabeth Niehsing gestiftet. Diese wurde am 16.08.1804 auf dem Verweyenhof zu Till geboren.

Am 08.09.1855 legte Bischof Johann Georg Müller von Münster den Grundstein und am 29.06.1859 konnte die Kapelle eingeweiht werden.

Seit 1855 lebten in Till Franciscanessen von Heythusen in den Niederlanden. Später gehörte das Kloster zur Provinz der Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe von Nonnenwerth.

Zum Kloster gehörten ab 1855 eine Nähschule ab 1859 eine Elementarschule und ein Pensionat und von 1861 bis 1865 ein Waisenhaus. Die Gemeinschaft der Schwestern wurde bis 1860 von Mutter Coleta Nelissen und dann bis 1866 von Mutter Ursula Giersberg und schließlich bis zur Jahreswende 1874/75 von Mutter Ignatia Meyerinck geleitet.

Da sich die Auseinandersetzungen zwischen der preußischen Regierung und der katholischen Kirche und Bevölkerung immer mehr im sogenannten „Kulturkampf“ unter Bismarks Führung zuspitzten, verbot die preußische Regierung am 15.02.1875 die Elementarschule und das Pensionat.

Daher mussten am 31.05.1875 sechzehn Schwestern mit Josepha Grimmelt das Kloster verlassen, sechs Schwestern gingen in die Mission.

Erinnert sei auch an Schwester Isabella, die am 14.02.1830 in Bentheim als Sophie Schmeing geboren wurde und am 12.08.1866 hier in Till starb. Ihr Grab ist leider verschollen.

Den Plan des Kloster fertigte der Architekt Friedrich von Schmidt aus der Kölner Dombauhütte. Er restaurierte 1852 die St. Vincentius Kirche zu Till, die neugotische Gestaltung der Kirche war sein Meisterstück. Das Kloster zu Till war das erste große Projekt eines Profanbaus des Architekten Schmidt.

Später wurde er Dombaumeister in Köln ging dann nach Mailand und wurde schließlich Dombaumeister an St. Stephan in Wien. In Wien, wo er 1891 starb, baute er auch das Rathaus.

1886 adelte ihn Kaiser Franz Joseph. Als Wappen führte er fortan sein Steinmetzzeichen, dies hat er 1852 in die Rückseite des Hochaltars der Kirche zu Till gemeißelt. In der Kirche befindet sich auch sein Selbstbildnis (PU)

Zum 01. Oktober 2000 wurde das Kloster von der Familie Vehreschild zur Kloster Residenz Till-Moyland umgebaut und eröffnet.

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